Unsere Kunden im Portrait

Diakonisches Werk Dortmund und Lünen

Uta Schütte-Haermeyer und Pfarrer Niels Back führen das Diakonische Werk Dortmund und Lünen. Bei der Finanzierung des neuen Diakoniezentrums in Dortmund haben sie sich für die Bank für Kirche und Diakonie entschieden. Im Interview erläutern sie Hintergründe zum Projekt.

Investition und Finanzierung: Ausgabe 2 | 2020

24. September 2020

Mit der Fertigstellung des Diakoniezentrums Kirchenstraße sind in der Dortmunder Innenstadt die Angebote der Diakonie und des Evangelischen Kirchenkreises ausgebaut worden. Auf 3 800 Quadratmetern beherbergt der Neubaukomplex nördlich des Hauptbahnhofs die medizinische Rehabilitationseinrichtung Friederike-Fliedner- Haus, eine Tagespflege-Einrichtung für Senioren, ein modernes Gemeindehaus und einen großen Neubau der Evangelischen Kindertagesstätte Familienzentrum Paulus. Von den modernen Gebäuden auf dem Grundstück der Evangelischen Lydia-Kirchengemeinde profitieren Familien der unmittelbaren Nachbarschaft und Menschen mit Hilfebedarf aus der Region gleichermaßen.

Frau Schütte-Haermeyer, wie entstand die Grundidee für das neue Diakoniezentrum?

Uta Schütte-Haermeyer: Der Ausgangspunkt lag auf der ganz anderen Seite der Stadt: Im südlichen Dortmund-Hörde hat das Diakonische Werk über 30 Jahr lang das Friederike-Fliedner-Haus betrieben, eine Einrichtung für medizinische und berufliche Rehabilitation. Mit 27 stationären und 7 ambulanten Therapieplätzen gehört diese zu den größten Rehabilitationseinrichtungen dieser Art in Westfalen und hilft Menschen mit einer psychischen Erkrankung, einen Weg zurück in den Alltag und das Berufsleben zu finden.

Niels Back: Nach über 30 Jahren Nutzung entsprach das Gebäude in Hörde nicht mehr den Anforderungen der Kostenträger. Da es nicht Eigentum der Diakonie war und die benötigen Modernisierungen sehr aufwendig waren, haben wir uns für einen Neubau entschieden. Auf dem großen Grundstück der Lydia-Kirchengemeinde in der nördlichen Innenstadt haben wir einen zentralen, neuen Ort gefunden und konnten dort im gleichen Zug ein weiteres Diakonieangebot installieren sowie zwei Einrichtungen der Kirchengemeinde modernisieren.


17
GÄSTE

können von montags bis freitags
die Tagespflegeeinrichtung
besuchen.

27 + 7
STATIONÄRE + AMBULANTE PLÄTZE

zur Rehabilitation psychisch
erkrankter Menschen bietet das
Friederike-Fliedner-Haus.

108
KITAPLÄTZE

bietet die Evangelische Lydia-
Gemeinde in den Räumen der
Diakonie.
 

10
MILLIONEN EURO

Investitionsvolumen stecken
im gesamten Projekt
Kirchenstraße.


Herr Back, bitte beschreiben Sie das Konzept und die verschiedenen Bestandteile des Diakoniezentrums.

Niels Back:
Mit dem Diakoniezentrum Kirchenstraße sind in unmittelbarer Nähe zum Dortmunder Hauptbahnhof gleich vier wichtige Angebote der Diakonie und des Evangelischen Kirchenkreises ausgebaut worden: Von den Neubauten auf insgesamt 3 800 Quadratmetern profitieren gleichermaßen Familien der unmittelbaren Nachbarschaft und Menschen mit Hilfebedarf aus der Region. Das neu gebaute Friederike-Fliedner-Haus, vorher gut 30 Jahre in Hörde beheimatet, ist ins Hauptgebäude gezogen: Auf drei Etagen sind nach neuesten Standards in Sachen Qualität und Ausstattung Wohnbereiche mit Einzelzimmern und Aufenthaltsräumen sowie ein großer Therapiebereich, der über eine Großküche, einen Sportraum und verschiedene ergotherapeutische Bereiche verfügt, entstanden. Im Dachgeschoss des Haupthauses hat im Februar 2020 eine Tagespflege-Einrichtung der Diakonischen Pflege Dortmund ihre Arbeit aufgenommen. Hier erleben 17 Gäste von montags bis freitags bei professioneller Versorgung ein abwechslungsreiches und individuelles Betreuungsangebot, unabhängig vom Pflegegrad. Die Tagespflege ist barrierefrei direkt vom Parkplatz per Fahrstuhl zugänglich, eine großzügige Dachterrasse lädt zu Aktivitäten im Freien ein.

Uta Schütte-Haermeyer: Zu dem Neubaukomplex auf dem Gemeindegelände gehören auch ein modernes, zweckmäßiges Gemeindehaus der Evangelischen Lydia-Gemeinde sowie ein neuer, vergrößerter Kindergarten: Durch den Neubau des Familienzentrums Paulus hat sich die Kapazität des bestehenden Kindergartens von ehemals 55 auf nun 108 Plätze fast verdoppelt. Träger ist der Evangelische Kirchenkreis Dortmund.

Was war die größte Herausforderung bei der Realisierung?

Niels Back: Beim Abriss der Bestandsbauten sind die beteiligten Firmen auf zahlreiche Altlasten im Boden gestoßen. Bauschutt und Trümmer aus dem Zweiten Weltkrieg, auf denen nach Kriegsende einfach wieder aufgebaut wurde. Heutzutage entfernt man solche Spuren restlos; das hat den Baubeginn verzögert. Auch ist der Kindergarten für die Zeit von Abriss und Aufbau in ein Provisorium gezogen und war hier natürlich räumlich sehr eingeschränkt. Eltern, Erzieher und natürlich die Kinder haben jedoch viel Verständnis und Vorfreude auf den neuen Kindergarten gezeigt und waren bei zahlreichen Festivitäten, wie der Grundsteinlegung, beteiligt.

Wie empfinden Sie die Zusammenarbeit mit der Bank für Kirche und Diakonie?

Uta Schütte-Haermeyer: Die Geschäftsstellen von KD-Bank und Diakonie in Dortmund liegen nur einen Steinwurf auseinander. In zahlreichen Projekten wurden wir als Diakonie, etwa von der hauseigenen Stiftung, unterstützt – zum Beispiel beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund, der ebenfalls ein Heimspiel für unsere beiden Häuser war. Wir schätzen den Sachverstand und die Werte der Bank und ihrer Mitarbeitenden und ihr Engagement für Zwecke, wie wir sie verfolgen. Wir setzen auf eine langfristige und vertrauensvolle Partnerschaft, die bereits seit vielen Jahren existiert. Mit Blick auf das Diakoniezentrum Kirchenstraße konnten wir uns als Diakonie bereits zu Beginn der Planungsphase auf die Unterstützung der Bank für Kirche und Diakonie verlassen und hatten in ihr einen entscheidenden und verlässlichen Partner, um das Bauprojekt finanziell auf starke Füße zu stellen.

Freuen sich über das gelungene Diakoniezentrum, das sich hervorragend in die eng bebaute Dortmunder Nordstadt einfügt: V. l. n. r. Daniela Bäumer, Betreuerin Diakonie & Sozialwirtschaft bei der KD-Bank, Uta Schütte-Haermeyer, Geschäftsführerin Diakonisches Werk Dortmund und Lünen, Jörg Moltrecht, Vorstand KD-Bank, Pfarrer Niels Back, Geschäftsführer Diakonisches Werk Dortmund und Lünen.

Freuen sich über das gelungene Diakoniezentrum, das sich hervorragend in die eng bebaute Dortmunder Nordstadt einfügt: V. l. n. r. Daniela Bäumer, Betreuerin Diakonie & Sozialwirtschaft bei der KD-Bank, Uta Schütte-Haermeyer, Geschäftsführerin Diakonisches Werk Dortmund und Lünen, Jörg Moltrecht, Vorstand KD-Bank, Pfarrer Niels Back, Geschäftsführer Diakonisches Werk Dortmund und Lünen.

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