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KinderZukunftsFonds

Kinder haben Rechte. Kinder haben zum Beispiel das Recht, in Frieden zu leben, gut versorgt zu werden und in die Schule zu gehen. Während uns dies selbstverständlich erscheint, gibt es in vielen Ländern Nachhholbedarf. Für die KD-Bank ein Grund mehr, Kinderrechte stärker in den Fokus zu nehmen. Im Rahmen der ganzheitlich nachhaltigen Strategie der Bank ist in Zusammenarbeit mit der Kindernothilfe und weiteren Partnern die Idee zu einem neuen Investmentfonds entstanden.

Sparen und Anlegen: Ausgabe 1 | 2021

8. September 2021

Im Interview erläutern Jürgen Borchardt, Finanzvorstand der Kindernothilfe, und Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender der Bank für Kirche und Diakonie, wie es zu diesem gemeinsamen Projekt kam und welche Ziele der KinderZukunftsFonds verfolgt.

Herr Dr. Thiesler, wie kam es zu diesem gemeinsamen Projekt?

Dr. Ekkehard Thiesler: Was können wir als Kapitalanleger und als Bank für Kirche und Diakonie tun, damit unser Planet und folglich Millionen Kinder und Jugendliche eine bessere Zukunft haben? Diese Frage war der Ausgangspunkt unserer Überlegungen. Dabei kam uns schnell in den Sinn, die Kindernothilfe als Partnerin zu gewinnen. Gemeinsam ist die Idee für einen besonderen Investmentfonds mit einer völlig neuen Perspektive entstanden. In Workshops mit Vertretern der Kindernothilfe und dem kirchlich getragenen Südwind-Institut haben wir diese Idee diskutiert und versucht, eine Kapitalanlage aus der Perspektive der jungen Generation zu sehen. Uns war schnell klar, dass es um deutlich mehr geht, als um die Berücksichtigung von Kinderrechten im engeren Sinne. Es geht um eine sehr langfristige Perspektive, Fragen des Klimawandels und der Biodiversität – und natürlich auch um die Frage, ob und wie wir junge Menschen an dem Prozess beteiligen können.

Herr Borchardt, was hat Sie überzeugt, bei diesem Projekt mitzumachen?

Jürgen Borchardt: Die Kindernothilfe ist seit über 60 Jahren im Einsatz, um das Leben von Kindern weltweit zu verbessern und Kinderleben zu schüt­zen. Wir tun dies mit konkreten Projekten vor Ort. Wir setzen uns dafür ein, dass Mädchen und Jungen ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können und vor Gewalt und wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt sind. Wir machen die Öffentlichkeit und die Politik auf unzumutbare Zustände für Kinder aufmerksam und stellen klare Forderungen. Denn wir wollen eine Welt, in der Kinder sicher aufwachsen und ihre Persönlichkeit frei entfalten können. Mit dem Projekt KinderZukunftsFonds kann die Kindernothilfe in einer weiteren Dimension Einfluss nehmen, nämlich, dass in bestimmte Unternehmen oder Regionen nicht mehr investiert wird. Bei der Auswahl der Unternehmen wird u. a. darauf geachtet, dass diese ihren Gestaltungsspielraum im Positiven nutzen und Bedingungen schaffen, die die Zukunft von Kindern verbessern.

„Der Schwerpunkt des
KinderZukunftsFonds soll auf Unternehmen liegen, die ihren Gestaltungsspielraum im Positiven nutzen und Bedingungen schaffen, die die Zukunft von Kindern verbessern.“


Jürgen Borchardt

Jürgen Borchardt, Vorstand Finanzen und Verwaltung, Kindernothilfe

Dr. Ekkehard Thiesler, Vorstandsvorsitzender, Bank für Kirche und Diakonie

„Unser Ziel ist es, Kapitalmarktprodukte zu kreieren, die professionell sind, aber gut zu den Zielen und Wertvorstellungen unserer Kundinnen und Kunden passen.“

Dr. Ekkehard Thiesler

Welche Aufgabe übernimmt die Kindernothilfe beim KinderZukunftsFonds?

Jürgen Borchardt: Wir verantworten den Kriterienkatalog, der festlegt, in welche Werte investiert werden darf. Diesen haben wir in einem Kriterienausschuss gemeinsam mit Fachleuten aus Wirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Kirche, Klimaforschung und nachhaltigem Finanzwesen erstellt. Dazu gehört natürlich die Expertise von Union Investment als auflegende Kapitalverwaltungsgesellschaft und auch von der Bank für Kirche und Diakonie.

 

Wie kommt der Kriterienkatalog der Kindernothilfe praktisch zum Einsatz?

Dr. Ekkehard Thiesler: Das übernimmt der Kriterienausschuss – die Expertinnen und Experten aus verschiedenen Branchen, die die Werte der Kindernothilfe teilen und ihr Wissen sowie ihre Begeisterung zur Verfügung stellen, um den Fokus der nachhaltigen Geldanlage auf soziale Aspekte zu erweitern. Den Vorsitz in diesem Gremium hat übrigens Silvia Kreibiehl, die Vorstandsvorsitzende von Germanwatch.

Wie sieht die Arbeit des Kriterienausschusses des KinderZukunftsFonds konkret aus?

Jürgen Borchardt: In regelmäßigen Kriterienausschusssitzungen sowie Unterarbeitsgruppen überprüfen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Anlageausschuss, der KD-Bank und dem Fondsmanagement die Wirksamkeit der definierten Kriterien, die Implikationen auf das Anlageuniversum und das Fondsportfolio, Entwicklungen im Bereich der Kinderrechte und die Notwendigkeit und Möglichkeit einer Nachschärfung des Kriterienkatalogs. Einen Schwerpunkt der Arbeit stellt darüber hinaus die Berichterstattung zu den Herausforderungen und den Grenzen der Analyse dar. Zum einen sollen Investoren ein vollständiges Bild erhalten, zum anderen soll dadurch ein Beitrag zur Fachdebatte um angemessene Berichterstattungsstandards und Nachhaltigkeitsinitiativen geleistet werden.

Und die Bank für Kirche und Diakonie? Was ist ihr Beitrag zum Projekt?

Dr. Ekkehard Thiesler: Wir bringen Fachexpertise aus vielen Bereichen zusammen und sehen uns in der Rolle als Ideengeber und Mittler. Unser Ziel ist es, Kapitalmarktprodukte zu kreieren, die professionell sind, aber gut zu den Zielen und Wertvorstellungen unserer Kundinnen und Kunden passen.

Wie funktioniert die Beteiligung von jungen Menschen?

Jürgen Borchardt: Wir sind dabei, einen Jugendbeirat einzurichten, der aktiv am Kriterienkatalog mitarbeitet. Das sind junge Menschen in der Ausbildung bei der KD-Bank und aus dem Umfeld der Kindernothilfe.

Für welche Anleger/-innen eignet sich der KinderZukunftsFonds?

Dr. Ekkehard Thiesler: Auch bei dieser Frage möchte ich auf die langfristige Perspektive des Fonds verweisen. Der KinderZukunftsFonds ist ein professionell gemanagter Investmentfonds, der weltweit in Aktien investiert. Neben den Aktien gibt es einen Anteil an festverzinslichen Anlagen. In diesem Bereich wird sich das Fondsmanagement auf Green und Social Bonds konzentrieren. Grundsätzlich eignet sich der Fonds für Anleger/-innen mit einem langfristigen Anlagehorizont von fünf und mehr Jahren, die Wertschwankungen in der Anlage akzeptieren und die einen hohen Anspruch an die Nachhaltigkeit ihrer Kapitalanlage haben.

Bei der Ausgestaltung des Fonds und der Prozesse haben wir darauf geachtet, dass der KinderZukunftsFonds für institutionelle Kunden aus Kirche und Diakonie und für Privatkundinnen und -kunden attraktiv ist und sogar schon ab 25 Euro pro Monat als Sparplan erworben werden kann.

Herr Borchardt, Herr Dr. Thiesler, vielen Dank für das Gespräch.


Mehr Informationen

Kurzfilm zum Fonds

Jugendbeteiligung

FondsCheck: KinderZukunftsFonds

Hier investiert der Fonds

Der KinderZukunftsFonds ist ein Mischfonds, der überwiegend in internationale Aktien und Renten investiert. Darüber hinaus wird in fest- oder variabel verzinsliche Anleihen sowie in Geldmarktinstrumente investiert. Der KinderZukunftsFonds investiert derzeit mit einer Quote von 55 % bis 80 % in Aktien.

Das ist besonders
Dabei erfolgt die Orientierung von Investitions- und Anlageentscheidungen an den Kriterien, die die Kindernothilfe formuliert hat. Förderung von Kindern und Jugendlichen, Bildung, Erziehung, Umweltschutz und die Entwicklungszusammenarbeit bezeichnen die zentralen Leitwerte, an denen sich die Kriterien orientieren. Weitere Kriterien sind die von UNICEF, Save the Children und dem Global Compact erarbeiteten Grundsätze zum Schutz und zur Förderung von Kinderrechten durch Unternehmen sowie die Förderung einer lebenswerten Zukunft für Kinder. Ebenso zählt hierzu auch ein positiver Beitrag zur Achtung der Kinderrechte durch Staaten, der durch die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen zur Förderung von Familien, z. B. Mutterschutz und Kindergeld, gesetzt wird (Governance).

Ausgewählte Kennzahlen

  • ISIN: DE000A2QFXK0
  • Auflagedatum: 3. Mai 2021
  • Mindestanlage: 25 Euro
  • Ausgabeaufschlag: 3 %
  • Verwaltungsvergütung: zzt. Zurzeit 1,25 % p.a., maximal 1,75 % p.a.
  • Laufende Kosten: 1,50 % p.a. (Kostenschätzung)


Weitere Informationen und Beratung
Der Fonds eignet sich grundsätzlich für institutionelle und private Anleger/-innen mit einem Anlagehorizont ab fünf Jahren. Auch regelmäßiges Sparen ist bereits ab 25 Euro im Monat möglich. Die Berater/-innen der Bank für Kirche und Diakonie freuen sich auf ein Gespräch mit Ihnen.  

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